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<title>Egapark</title>
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<p>Der <b>egapark</b> (ega: Erfurter Gartenbauausstellung) in <a href="Erfurt" title="Erfurt">Erfurt</a> gehört mit einer Fläche von 36 Hektar zu den großen Garten- und <a href="Freizeitpark" title="Freizeitpark">Freizeitparks</a> <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschlands</a>. Das Parkgelände liegt im Südwesten der Stadt auf dem 265 Meter hohen Cyriaksberg. Aus einer ehemaligen Stadtfestungsanlage hervorgegangen, wurde das Gebiet ab 1885 zur öffentlichen Grünanlage umgestaltet und in der Folgezeit weiter ausgebaut. Nach einer ersten Gartenschau im Jahr 1950 fand ab 1961 mit der regelmäßig veranstalteten <i><a href="Internationale_Gartenbauausstellung" title="Internationale Gartenbauausstellung">Internationalen Gartenbauausstellung</a></i> <i>(iga)</i> die größte und bedeutendste Veranstaltung dieser Art in der DDR und im <a href="Ostblock" title="Ostblock">sozialistischen Lager</a> statt.
</p><p>Die ganzjährig geöffnete, eintrittspflichtige Anlage vereint verschiedene Ausstellungshallen, Pflanzenschauhäuser, themenbezogene Gärten und Ruhezonen.
Zu den Hauptattraktionen im egapark zählen, neben dem mit 6000 Quadratmetern größten zusammenhängenden Blumenbeet Europas, ein Aussichtsturm, eine Sternwarte sowie der größte Kinderspielplatz <a href="Th%C3%BCringen" title="Thüringen">Thüringens</a> und das einzige Gartenbaumuseum des Landes.
</p><p>Der wegen seiner einzigartigen gartenbaulichen Gestaltungskonzeption seit 1992 <a href="Gartendenkmal" title="Gartendenkmal">denkmalgeschützte Park</a> zählt zu den Hauptwerken des <a href="Landschaftsarchitekt" title="Landschaftsarchitekt">Landschaftsarchitekten</a> <a href="Reinhold_Lingner" title="Reinhold Lingner">Reinhold Lingner</a> und gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Gartenarchitektur der 1960er Jahre in Deutschland.
Das die lange Gartenbau-Tradition der „Blumenstadt“ Erfurt repräsentierende Gartenschaugelände wurde seit 1961 von über 45 Millionen Gästen besucht.
Mit durchschnittlich 450.000 Besuchern pro Jahr ist der egapark – neben der <a href="Wartburg" title="Wartburg">Wartburg</a> – die meistbesuchte <a href="Destination_(Tourismus)" title="Destination (Tourismus)">touristische Attraktion</a> in <a href="Th%C3%BCringen" title="Thüringen">Thüringen</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entstehung">Entstehung</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Zitadelle_Cyriaksburg" title="Zitadelle Cyriaksburg">Zitadelle Cyriaksburg</a></i></div>
<p>Mit Gründung des <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutschen Reichs</a> 1871 und der darauf im Jahr 1873 folgenden Aufhebung der <a href="Erfurter_Stadtbefestigung" title="Erfurter Stadtbefestigung">Festungseigenschaft der Stadt</a> verlor auch die <a href="Zitadelle_Cyriaksburg" title="Zitadelle Cyriaksburg">Zitadelle Cyriaksburg</a> an Bedeutung. Die militärische Nutzung wurde stark eingeschränkt und Teile der <a href="Festung" title="Festung">Stadtfestung</a> wurden schrittweise <a href="Schleifung" title="Schleifung">geschleift</a>. Verbliebene Bauten wurde allerdings auch weiterhin als Unterkünfte für Truppen und Material genutzt.
</p>


<p>Der 1841 gegründete Erfurter Verschönerungsverein erreichte trotzdem die Freigabe von unmittelbar an die Festung grenzenden Bereichen des Geländes.
Unter seiner Regie wurden im Sommer 1885 erste Pflanzungen, Wege und Aussichtspunkte angelegt, Bänke aufgestellt und die entstandene Anlage öffentlich zugänglich gemacht. Vorwiegend aus Spendengeldern finanziert, sorgte der Verein auch in den weiteren Jahren für die Erhaltung und Erweiterung.
</p><p>Mit Beendigung des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieges</a> 1918 endete vorerst auch die militärische Nutzung der Festung. Daraufhin erwarb die Stadt Erfurt am 24. April 1924 für 200.000 <a href="Goldmark" class="mw-redirect" title="Goldmark">Goldmark</a> vom <a href="Preu%C3%9Fen" title="Preußen">preußischen Staat</a> den gesamten Cyriaksberg. Mit dem Kauf ging unter anderem die Verpflichtung einher, die ehemalige Befestigungsanlage denkmalpflegerisch zu erhalten und ausschließlich für öffentliche Zwecke zu verwenden. Mit dem Ziel, eine Erholungsstätte für die wachsende <a href="Einwohner" title="Einwohner">Stadtbevölkerung</a> der <a href="Gro%C3%9Fstadt" title="Großstadt">Großstadt</a> zu schaffen, begannen 1925 die Arbeiten. Diese gestalteten sich, schon der ungeeigneten <a href="Boden_(Bodenkunde)" title="Boden (Bodenkunde)">Bodenqualität</a> wegen, schwierig, verzögerten und verteuerten sich infolgedessen. Nebenher wurden auch weitere Festungsbauten wie das <a href="Reduit" title="Reduit">Turmreduit</a>, beide Eckbatterien sowie die nördliche <a href="Kaponniere" title="Kaponniere">Seitenkaponniere</a> geschleift. Die Ausführung erfolgte teilweise im Rahmen des <a href="Arbeitsbeschaffung#Geschichte" title="Arbeitsbeschaffung">Notstandsprogramms</a> 1926/27 durch Arbeitslose.
</p><p>Nach Abschluss der gärtnerischen Umgestaltung wurde im Mai 1928 die städtische Grünanlage der Öffentlichkeit übergeben. In dem 13,2 Hektar umfassenden Park waren erste Rosen- und Staudengärten zu finden, und zeitweilig wurde in verbliebenen Nebenbauten der Festung eine <a href="Jugendherberge" title="Jugendherberge">Jugendherberge</a> betrieben. Den südlichen ehemaligen <a href="Batterieturm" title="Batterieturm">Geschützturm</a> baute man 1935 zu einem Aussichtsturm für Besucher um, und die – noch heute am Standort erhaltene – <a href="Waidm%C3%BChle" title="Waidmühle">Waidmühle</a> wurde rekonstruiert und zu Anschauungszwecken aufgestellt.
</p><p>Weiterführende Planungen, wie die angedachte Ausrichtung der <a href="Reichsgartenschau" class="mw-redirect" title="Reichsgartenschau">Reichsgartenschau</a> 1942 zum 1200-jährigen Stadtjubiläum, wurden durch den Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> vereitelt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Das Gelände wurde erneut zu militärischen Zwecken genutzt. Ab 1943 stationierte die <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">Wehrmacht</a> hier Soldaten, stellte auf den <a href="Flakturm" title="Flakturm">Türmen</a> <a href="Flugabwehrkanone" title="Flugabwehrkanone">Flugabwehrkanonen</a> auf und öffnete die Gewölbe der Festung als <a href="Schutzraum" title="Schutzraum">Schutzräume</a> für die Zivilbevölkerung. Der Zustand des Geländes nach Kriegsende war entsprechend desolat, angesichts anderer Kriegszerstörungen aber nachrangig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1950_bis_1960_Kulturpark_Cyriaksburg">1950 bis 1960 Kulturpark Cyriaksburg</h3></div>
<p>Bereits vier Monate nach Kriegsende fand vom 29. September bis 14. Oktober 1945, vornehmlich in der <a href="Th%C3%BCringenhalle" title="Thüringenhalle">Thüringenhalle</a>, die erste regionale Gartenschau der Nachkriegszeit in Erfurt statt. Unter der <a href="Wahlspruch" title="Wahlspruch">Losung</a> <i>Kampf dem Hunger</i> stehend, war sie Bestandteil der gleichzeitigen Hauptausstellung <i>Erfurt – Wirtschaft im Aufbau</i>. Wie auch in der im Jahr darauf stattgefundenen Veranstaltung <i>Mehr Nahrung schaffen</i>, standen Anbaumethoden zur <a href="Selbstversorgung" title="Selbstversorgung">Selbstversorgung</a> und die Verbesserung der allgemeinen Versorgungslage im Mittelpunkt. Für beide Veranstaltungen wurde die Leitung und Organisation dem Landschaftsarchitekten <a href="Gustav_Allinger" title="Gustav Allinger">Gustav Allinger</a> übertragen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings erwies sich die Örtlichkeit nur begrenzt entwicklungsfähig, so dass ein Standortwechsel erwogen wurde.
</p><p>Im Zuge des fortschreitenden Wiederaufbaus beschloss am 29. Januar 1948 die Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister <a href="Georg_Boock" title="Georg Boock">Georg Boock</a> die Herrichtung des Areals um die Cyriaksburg mit dem Ziel, ein ständiges Ausstellungsgelände zu schaffen.<sup id="cite_ref-ReferenceA_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-ReferenceA-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ohne staatliche Anerkennung und Förderung begannen erste Baumaßnahmen im Frühjahr 1949.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die Konzeption zeichnete der Potsdamer Landschaftsarchitekt Walter Funcke (1907–1987) verantwortlich, die sich teils an den Gestaltungsprinzipien der <a href="Reichsgartenschau_1939" title="Reichsgartenschau 1939">Reichsgartenschau 1939</a> orientierte.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hierbei behielt er die Grundstruktur des vor dem Krieg bestehenden Parks bei und ergänzte eine funktionale Wegeführung und teils temporäre Ausstellungsarchitekturen. So entstanden vier Ausstellungshallen, fünf Muster-<a href="Kleingarten" title="Kleingarten">Kleingärten</a>, diverse <a href="Sichtungsgarten" title="Sichtungsgarten">Sichtungsgärten</a> und ein <a href="Iwan_Wladimirowitsch_Mitschurin" title="Iwan Wladimirowitsch Mitschurin">Mitschurin-Garten</a>.
Neben weiteren Gestaltungselementen wie <a href="Pavillon" title="Pavillon">Pavillons</a> und vier <a href="Springbrunnen" title="Springbrunnen">Springbrunnen</a>, der Frühform der heutigen Wasserachse, wurden auch die beiden Festungstürme jeweils als Volkssternwarte und Aussichtspunkt integriert.
</p><p>Am 6. Juli 1950 wurde schließlich die erste Gartenschau unter Beteiligung von über hundert Ausstellern auf dem 35 Hektar großen Gelände der Cyriaksburg unter dem Motto <i>Erfurt blüht</i> eröffnet.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die Dauer der Schau verkehrte auf einem 1600 Meter langen Rundkurs der <i>Erfurter Blumenexpreß</i>, eine <a href="Liliputbahn" title="Liliputbahn">Besuchereisenbahn</a>,
als Leihgabe der <a href="Dresdner_Parkeisenbahn" title="Dresdner Parkeisenbahn">Dresdner Parkeisenbahn</a>. Parallel dazu fand vom 13. bis 24. September 1950 in <a href="Markkleeberg" title="Markkleeberg">Markkleeberg</a> die <i>1. Gartenbauausstellung der DDR</i> statt. Dennoch wurde die regionale Erfurter Veranstaltung ein Erfolg, 551.000 Besucher konnte sie innerhalb von zehn Wochen bis zum 17. September 1950 verzeichnen.
</p>


<p>So blieben die Anlagen erhalten und wurden mit wechselnder Gestaltung in der Folgezeit als <i>Dauer-, Lehr- und Blumenschau</i> geführt. Wiederum einem Beschluss der Stadtverwaltung folgend, begannen im Jahr darauf die Arbeiten zur Schaffung eines Kulturparks. In teilweise freiwilliger und unentgeltlicher Arbeit im Rahmen des <a href="Nationales_Aufbauwerk" title="Nationales Aufbauwerk">Nationalen Aufbauwerkes</a> entstand ein nunmehr 40 Hektar großes Erholungszentrum mit Gaststätten, Tiergehegen, Kinderspielplatz und einer Freilichtbühne, welches am 1. Mai 1953 als <i>Kulturpark Cyriaksburg</i> eröffnet wurde. Die daraufhin vom 15. Juli bis zum 21. September des Jahres ausgerichteten <i>Erfurter Blumentage</i> wurden von 455.000 Menschen besucht.
</p><p>Mit der ersten <i>Samenexportschau und Gartenbauausstellung der DDR</i> fand vom 20. August bis 18. September 1955 eine – erstmals staatlich unterstützte – Präsentation statt, welche die auf <a href="Christian_Reichart" title="Christian Reichart">Christian Reichart</a> zurückgehende Samenbau- und Samenexport-Tradition der Stadt in den Blickpunkt rückte.
Nach zwei Weltkriegen galt es neue internationale Handelsbeziehungen zu knüpfen. Hierzu wurde unter anderem ein fünfsprachiger Exportkatalog aufgelegt, welcher rund 1900 Sorten an <a href="Saatgut" title="Saatgut">Saatgut</a> offerierte. Auf dem mittlerweile 45 Hektar messenden Ausstellungsgelände wurden in nur einem Monat wiederum 510.000 teils internationale Gäste empfangen.
</p><p>Das für die Veranstaltungsleitung verantwortliche Ministerium für Land- und Forstwirtschaft der DDR entschied daraufhin, die Messe im zweijährlichen Turnus in Erfurt durchzuführen. Mit dem Ziel, ein sozialistisches Gegenstück zum bisherigen <a href="Internationale_Gartenschau" class="mw-redirect" title="Internationale Gartenschau">IGA</a>-Austragungsort <i><a href="Planten_un_Blomen" title="Planten un Blomen">Planten un Blomen</a></i> in <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a> und der <a href="Bundesgartenschau" title="Bundesgartenschau">Bundesgartenschau</a> zu schaffen, tagte am 30. Juli 1957 die Arbeitsgruppe für Landwirtschaftsausstellungen des <a href="Rat_f%C3%BCr_gegenseitige_Wirtschaftshilfe" title="Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe">RGW</a>. Im Anschluss übertrug die Staatengemeinschaft der DDR die Aufgabe, eine Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder auszurichten.
</p><p>Aufgrund der langen Gartenbautradition der Stadt und der bisherigen Aktivitäten beschloss das Zentralkomitee der SED am 26. August 1958 die Gründung der <i>Internationalen Gartenbauausstellung der DDR</i> in Erfurt, rückwirkend zum 1. Juni 1958. Nicht zuletzt dürften auch die verkehrsgeographisch günstige Lage, die bereits vorhandene Infrastruktur und die besonderen topografischen Geländeeigenschaften den Ausschlag gegeben haben. Somit wurde die Gartenbauausstellung endgültig nach Erfurt verlegt. Der bisherige Veranstaltungsort Markkleeberg weitete fortan seine Landwirtschaftsausstellung aus und führte sie 1958 erstmals mit internationaler Beteiligung – später als <a href="Agra_(Markkleeberg)" class="mw-redirect" title="Agra (Markkleeberg)">agra-Markkleeberg</a> – durch.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1961_bis_1990_iga">1961 bis 1990 iga</h3></div>
<p>Aus der primären Aufgabenstellung, die <i>Internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder</i> 1961 vorzubereiten und durchzuführen, ergaben sich hohe Anforderungen an die Stadt und den Veranstaltungsort. Mit der Gesamtplanung und Ausführungsleitung wurde Reinhold Lingner, einer der führenden Garten- und Landschaftsarchitekten des Landes, beauftragt. Bisher leitend an der Bauakademie der DDR in Berlin tätig, verlegte Lingner seinen Wohnort und war ab 1958 in Erfurt tätig. Auch Landschaftsgestalter Walter Funcke, dessen Planungen von 1950 überarbeitet miteinbezogen wurden, war wieder mit einigen Entwürfen zugegen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für die unmittelbare Vorbereitung und den Aufbau der <i>iga</i> war der 1958 vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft erarbeitete Rahmenplan und der gestalterische Entwurf von Reinhold Lingner ausschlaggebend. Ab der zweiten Jahreshälfte 1958 begann der planmäßige Ausbau des auf 57 Hektar zu erweiternden Geländes. Hierfür wurden insgesamt 36 Baubetriebe, 6 Garten- und Landschaftsbetriebe und 79 Handwerksbetriebe eingesetzt. Um eine termingerechte Fertigstellung sicherzustellen, wurde die Stadtbevölkerung im März 1959 wiederum zur Unterstützung in Form von freiwilliger Arbeit aufgerufen.
</p><p>In den folgenden zwei Jahren wurden, vornehmlich auf der bislang als Ackerland genutzten Erweiterungsfläche, unter anderem über 100.000 Kubikmeter Erde bewegt, 18,3 Kilometer Straßen- und Wegeverbindungen angelegt und 42 Kilometer Stromleitungen verlegt. Zudem entstanden 13 Ausstellungshallen mit 9300 Quadratmetern Grundfläche, 1200 Quadratmetern Gewächshausfläche, 9 kleinere Pavillons, verschiedene Wasserflächen und Springbrunnen und weitere Kleinarchitekturen. Auch die Grünraumgestaltung war aufwendig, so wurden beispielsweise die bislang baumlosen Erweiterungsflächen des Geländes mit teils jahrzehntealten Großbäumen bepflanzt, daneben rund 10 Hektar Rasenflächen und Blumenbeete mit vielgestaltiger Bepflanzung angelegt.<sup id="cite_ref-ReferenceA_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-ReferenceA-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Am Eröffnungstag war die Vorbereitung und der Aufbau termingemäß abgeschlossen, die Ausstellung in allen Teilen fertiggestellt.
</p><p>So wurde die <i>Erste internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder</i> (<i>iga</i>) am 28. April 1961 feierlich von Landwirtschaftsminister <a href="Hans_Reichelt" title="Hans Reichelt">Hans Reichelt</a> eröffnet. Neben der gastgebenden DDR demonstrierten Aussteller aus der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>, <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">Rumänien</a>, <a href="Bulgarien" title="Bulgarien">Bulgarien</a>, <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a> und der <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</a> den damaligen Entwicklungsstand der Gemüse, Obst- und Zierpflanzenwirtschaft. Gleichzeitig öffneten neu geschaffene Einrichtungen, wie das <a href="Deutsches_Gartenbaumuseum" title="Deutsches Gartenbaumuseum">Gartenbaumuseum</a> und eine Zweigstelle der <a href="Stadt-_und_Regionalbibliothek_Erfurt" title="Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt">Stadt- und Bezirksbibliothek Erfurt</a> mit Lesegarten. Auch ein <a href="Postamt" title="Postamt">Postamt</a> und ein <a href="Polizeirevier" title="Polizeirevier">Polizeirevier</a> nahmen ihren Dienst auf.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Als nach knapp halbjähriger Veranstaltungsdauer am 15. Oktober 1961 die Ausstellung beendet wurde, betrug die Besucherzahl rund 3,5 Millionen.
</p><p>In den folgenden Jahren bestimmten Lehr- und Leistungsschauen mit vorwiegend nationalem Charakter das Veranstaltungsprogramm. Die bedeutend verkürzten Hauptausstellungen (meist „Gartenbauausstellung der DDR“ genannt<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) wurden dabei in den September verlagert, um eine günstige Terminierung mit der <a href="Leipziger_Messe" title="Leipziger Messe">Leipziger Herbstmesse</a> zu erreichen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die im Jahr 1966 geplante zweite internationale Gartenbauausstellung wurden erstmals Teilnehmer aus dem <a href="Nichtsozialistisches_Wirtschaftsgebiet" title="Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet">nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet</a> zugelassen. Diese Entwicklung sollte sich bis 1972 fortsetzen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>


<p>So waren unter den mehr als 1100 Ausstellern, der vom 16. April bis 9. Oktober 1966 veranstalteten <i>iga 66</i>, erstmals auch welche aus der BRD, den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a> und <a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">Dänemark</a>. Laut offiziellen Angaben wurde die Veranstaltung von 2,3 Millionen Menschen aus insgesamt 76 Staaten besucht. An den veranstalteten Gartenbauausstellungen, Verkaufsschauen und Exportmessen der Jahre 1967 bis 1972 nahmen zusätzlich noch Aussteller aus <a href="Belgien" title="Belgien">Belgien</a>, <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> und der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> teil.
</p><p>Bis 1971 wurde das Ausstellungsgelände auf 104 Hektar erweitert und um Freilandgemüseflächen, Gewächshäuser und ein <a href="Baumschule" title="Baumschule">Baumschul</a>-Schaugelände ergänzt. Neben der Ausrichtung nationaler und internationaler Gartenbauausstellungen, Blumenschauen sowie Gemüse- und Obstsortenvergleiche, wurden auch jährlich stattfindende <a href="Pressefest" title="Pressefest">Pressefeste</a>, welche die Bezirkszeitung <a href="Th%C3%BCringer_Allgemeine" title="Thüringer Allgemeine">Das Volk</a> initiierte, und das Lichterfest zum Saisonende mit jeweilig zehntausenden Besuchern veranstaltet.
</p><p>In Vorbereitung der 15. <a href="Arbeiterfestspiele" class="mw-redirect" title="Arbeiterfestspiele">Arbeiterfestspiele</a>, die vom 7. bis 9. Juni 1974 in der Hauptsache auf der <i>iga</i> stattfanden, wurde ein modernes, mehr als 3 Hektar messendes Freizeitzentrum übergeben. Im selben Jahr wurde die erste <a href="Quadriennale" title="Quadriennale">Quadriennale</a> des Kunsthandwerks sozialistischer Länder, die zwischen 1974 und 1986 veranstaltet wurden, eröffnet. Im Jahr 1976 konnte der 20-millionste Gast begrüßt werden. Da unter den Besuchern verständlicherweise schon immer viele Kleingärtner vertreten waren, präsentierte sich auch der <a href="Verband_der_Kleing%C3%A4rtner%2C_Siedler_und_Kleintierz%C3%BCchter" title="Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter">VKSK</a> ab 1980 mit einer eigenen Ausstellungshalle.
</p><p>Anfang der 1980er Jahre konnte ein 4 Hektar großer Rosengarten im Westteil des Geländes fertiggestellt werden, und mit der Anlage eines ersten Pflanzenschauhauses, im Jahr 1983, folgte der Beginn einer Entwicklung, die sich bis heute fortsetzt. Auch vereinzelte Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten an der zwischenzeitlich mehrere Jahrzehnte alten Infrastruktur wurden geleistet. Allerdings hatten aber ökonomische Engpässe, verstärkt ab Mitte der 1980er Jahre, zunehmend zur Folge, dass notwendige Modernisierungs- und Werterhaltungsmaßnahmen ausblieben.
</p><p>Zwischen 1961 und 1989 besuchten rund 37 Millionen Gäste die etwa 700 Gartenbau- und Spezialausstellungen sowie Sonderschauen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1991_bis_2005_ega">1991 bis 2005 ega</h3></div>
<p>Nach der <a href="Deutsche_Wiedervereinigung" title="Deutsche Wiedervereinigung">deutschen Wiedervereinigung</a> verlor die <i>iga</i> nicht nur ihren Träger, das DDR-Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, sondern auch einen Großteil der bisherigen Besucher. Das Land Thüringen gründete am 27. November 1991 die <i>Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH</i> <i>(ega)</i>, übernahm als alleiniger Gesellschafter die Verantwortung und finanzierte den laufenden Betrieb. Den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasste Verbraucherausstellungen und Messen, so der Vorläufer der heute größten Verbrauchermesse des Bundeslandes die <i>Thüringen-Ausstellung</i>, wurden ausgerichtet. Eine Musteranlage für Fertighäuser und Gartenlauben entstand.
</p><p>Auch die Tradition der ab 1974 turnusmäßig stattfindenden Kunstausstellung wurde aufgegriffen. So präsentierte sich im Sommer 1991 in 7 Ausstellungshallen und unter internationaler Beteiligung die <i>Configura 1</i>, der 1995 eine zweite Auflage folgte. Die Stadt Mainz stiftete als Zeichen guter Zusammenarbeit, der 1988 gegründeten Städtepartnerschaft, der <i>ega</i> den <i>Mainzgarten</i> zum 1250-jährigen Stadtjubiläum. Zum Ende des Jahres 1992 wurde das Areal, als deutschlandweit einmaliges Zeitdokument der gartenbaulichen Ausstellungsgestaltung, vom Landesamt für Denkmalpflege unter Denkmalschutz gestellt.
</p><p>In der Folgezeit verlief die Suche nach zukunftsorientierten Konzepten, auch mangels Mittel für Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen, weitgehend erfolglos. So wurde vom Thüringer Finanzministerium 1994 ein Nutzungskonzept verabschiedet, welches die Dreiteilung des bisher 104 Hektar großen Geländes vorsah. Bei der Aufgliederung verblieb im Ostteil ein 36 Hektar großes Teilstück, mit dem ursprünglichen Parkbereich um die Cyriaksburg und dem Kern der <i>iga 61</i>. Dieser Bereich ging am 1. Juli 1995 in städtisches Eigentum über. Der restliche Bereich wurde in den Folgejahren mit dem Landesfunkhaus des <a href="Mitteldeutscher_Rundfunk" title="Mitteldeutscher Rundfunk">Mitteldeutschen Rundfunks</a> und des <a href="KiKA" title="KiKA">Kinderkanals</a> von <a href="ARD" title="ARD">ARD</a> und <a href="ZDF" title="ZDF">ZDF</a> bebaut. Im westlichen Teilstück siedelte sich die <a href="Messe_Erfurt" title="Messe Erfurt">Messe Erfurt</a> an.
</p><p>Hierbei ging, neben der Grundfläche und ihren bisherigen Anlagen, ein Großteil der Ausstellungshallen (10) – und somit ein Teil des historischen Gebäudeensembles – verloren. Aber auch verbliebene Einrichtungen wurden unter ökonomischen Gesichtspunkten beleuchtet. So erfolgte 1996 der Abriss der sanierungsbedürftigen, zuletzt als Disko genutzten, Zentralgaststätte samt Rendezvousbrücke im Zentrum der Anlage. Weitere Einrichtungen wie beispielsweise die Parkbibliothek mit ihrem Lesegarten konnten nicht wirtschaftlich betrieben werden und wurden deshalb aufgegeben.
</p><p>Etwa gleichzeitig wurden aber auch vermehrt Investitionen für die Rekonstruktion und Neugestaltung des Parks durch die Stadt mit Unterstützung des Landes Thüringen getätigt. Somit entstanden sukzessive neue Anziehungspunkte die, gekoppelt mit einer attraktiven Veranstaltungsplanung, in den folgenden Jahren die Besucherzahlen wieder ansteigen ließen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="2006_egapark_bis_heute">2006 egapark bis heute</h3></div>
<p>Nachdem bereits mit Beginn des Jahres 2003 die Stadtwerke Erfurt Gruppe 94&nbsp;Prozent der Geschäftsanteile der <i>ega</i> übernommen hatte, erfolgte 2006 eine weitere Umbenennung. Nunmehr <i>egapark</i> bezeichnet, wurde die Tradition der Veranstaltung regelmäßiger Ausstellungen sowie Sonderschauen fortgesetzt und die Weiterentwicklung und Überarbeitung des Parks forciert. So wurde 2007 das Tropenhaus neugestaltet und ein Jahr später der Skulpturengarten, welcher einen Großteil der vorhandenen Plastiken bündelt, angelegt. Seit sich 2007 das <a href="Das_KinderMedienZentrum" class="mw-redirect" title="Das KinderMedienZentrum">KinderMedienZentrum</a> am Parkgelände ansiedelte, wird es für Außendrehs der Kinder- und Jugendfernsehserie <i><a href="Schloss_Einstein" title="Schloss Einstein">Schloss Einstein</a></i> genutzt.
</p><p>In Vorbereitung auf das 50. Gründungsjubiläum der <i>iga</i> erfolgte 2008 die Rekonstruktion des Festplatzes. Weiterhin wurden die Pergolen in den Hallenhöfen, das historische Wegeleitsystem, die originalen Parkbänke und nicht zuletzt der Rundpavillon am Spielplatz denkmalgerecht saniert. Im Jubiläumsjahr 2011 rückten verschiedene Veranstaltungen und eine Jubiläumsschau die Entstehungszeit in den Mittelpunkt. Auch mehrere marktorientierte und denkmalkonforme Zukunftskonzepte wurden erarbeitet – auch hinsichtlich der BUGA-Bewerbung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="2021_Standort_der_Bundesgartenschau">2021 Standort der Bundesgartenschau</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bundesgartenschau_2021" title="Bundesgartenschau 2021">Bundesgartenschau 2021</a></i></div>
<p>Schon 1993 und 1998 gab es seitens der Stadt Überlegungen, sich um die Ausrichtung der <a href="Bundesgartenschau" title="Bundesgartenschau">Bundesgartenschau</a> zu bewerben. Allerdings war es seinerzeit nicht regelkonform, eine derartige Schau auf einem bereits vorhandenen Ausstellungsgelände durchzuführen. Aufgrund einer Änderung im Regelwerk des Dachverbandes ist das mittlerweile möglich und so fiel im Jahr 2011 die Entscheidung, eine entsprechende Bewerbung auf den Weg zu bringen.
</p><p>Als Hauptausstellungsgelände der BUGA 2021 war der egapark – dann im 60. Jahr seines Bestehens – als Gartenschaustandort und Veranstaltungsfläche vorgesehen.
Der in Materialien und Farbgebungen auf das Gestaltungskonzept der <i>iga</i> 1961 abgestimmte und zudem unmittelbar angrenzende Botanisch-Dendrologischer Garten soll einschließlich <a href="Dreienbrunnenpark" title="Dreienbrunnenpark">Dreienbrunnenpark</a> die Fläche erweitern.
</p><p>Das größte Bauprojekt für die Bundesgartenschau im egapark stellte das Zwei-Zonen-Klimahaus <i>Danakil</i> dar. Die Baukosten hierfür waren mit 20 Millionen Euro vorgesehen. Die Besucher folgen dem Weg des Wassers durch Wüsten und Regenwald.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben der Einbeziehung des <a href="Petersberg_(Erfurt)" title="Petersberg (Erfurt)">Petersberges</a> in enger Verbindung zur <a href="Altstadt_(Erfurt)" title="Altstadt (Erfurt)">historischen Altstadt</a> war auch eine temporäre Seilbahn mit der Fahrtroute <a href="Domplatz_(Erfurt)" title="Domplatz (Erfurt)">Domplatz</a> – <a href="Zitadelle_Petersberg" title="Zitadelle Petersberg">Festung Petersberg</a> – egapark angedacht, was aber verworfen wurde. Ein weiterer definierter Außenstandort war der im Norden der Stadt gelegene, neun Hektar umfassende <a href="Nordpark_(Erfurt)" title="Nordpark (Erfurt)">Nordpark</a>. Hierbei ist mittels des angrenzenden Grünzuges <a href="Gera-Aue" title="Gera-Aue">Gera-Aue</a> eine Verbindung mit dem <a href="Gispersleben" title="Gispersleben">Gisperslebener</a> Kilianipark vorgesehen.
</p><p>Im Dezember 2011 wurde die Vergabe der BuGa 2021 an Erfurt bestätigt.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lage,_Konzeption_und_Gliederung"><span id="Lage.2C_Konzeption_und_Gliederung"></span>Lage, Konzeption und Gliederung</h2></div>
<p>Das Gartenschaugelände liegt im südwestlichen Stadtrandbereich direkt an der <a href="Bundesstra%C3%9Fe_7" title="Bundesstraße 7">Bundesstraße 7</a>, auf dem 265 Meter hohen Cyriaksberg und somit 45 Meter über der Altstadt. Nach dem Teilabriss, der sich seit dem <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> dort befindenden Stadtfestung, wurde das Areal ab 1885 gärtnerisch erschlossen. Hierbei erfolgte in den Jahrzehnten danach eine kontinuierliche Erweiterung des in westlicher Richtung ansteigenden Bergrückens. Die ab 1925 auf 13,2 Hektar vollzogene freiräumliche Ausgestaltung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt und fand 1971 mit einer auf 104 Hektar angewachsenen Geländefläche ihren Endpunkt.
</p><p>Nach der 1995 realisierten Dreiteilung des Geländes, verblieb im östlichen Bereich ein 36 Hektar großes Teilstück. Dieses gliedert sich wiederum in das aus der historischen Festungsanlage hervorgegangene, ab 1950 als Standort regionaler Gartenschauen genutzte ehemalige Kulturpark-Areal und die Erweiterungsfläche als Ausstellungs- und Kernbereich der ab 1961 veranstalteten internationalen Gartenbauausstellungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausstellungsgelände_iga_1961"><span id="Ausstellungsgel.C3.A4nde_iga_1961"></span>Ausstellungsgelände iga 1961</h3></div>
<p>Östlich des Haupteingangs liegt der Hauptausstellungsbereich der internationalen Gartenbauausstellung, der in seinen wesentlichen Gestaltungselementen noch in der hauptsächlich von Landschaftsarchitekt Reinhold Lingner 1958/59 entworfenen Fassung erhalten ist. Die damalige Konzeption orientierte sich teilweise am <a href="Internationaler_Stil" title="Internationaler Stil">internationalen Stil</a> und ist von einer klaren einfachen Formensprache geprägt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Der_Aufbauhelfer">Der Aufbauhelfer</h4></div>
<p>Direkt am Haupteingang befindet sich mit dem <i>Aufbauhelfer</i> eine 2,55 Meter große Plastik von Fritz Cremer, einem der führenden Bildhauer der DDR.
Die im Stil des <a href="Sozialistischer_Realismus" title="Sozialistischer Realismus">Sozialistischen Realismus</a> gestaltete Statue zeigt einen Arbeiter mit Spitzhacke. Er symbolisiert die vielen namenlosen Enttrümmerungs- und Aufbauhelfer und deren Wiederaufbauarbeit in den Nachkriegsjahren.
</p><p>Nachdem bereits 1953 die Flächen mit Hilfe des <a href="Nationales_Aufbauwerk" title="Nationales Aufbauwerk">Nationalen Aufbauwerks</a> (NAW) in einen Kulturpark verwandelt worden waren, ersuchte man 1959 erneut die Erfurter Bevölkerung, sich in gemeinnütziger und unentgeltlicher Arbeit an dem planmäßigen Ausbau des Geländes als ständige Gartenbauausstellung zu beteiligen. Um die termingerechte Fertigstellung zu gewährleisten, wurden bis zur Eröffnung im April 1961 364.000 Arbeitsstunden geleistet. Bis zum Ende der Ausstellungssaison sollte die Stundenzahl auf 416.530 anwachsen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur Würdigung dieser Leistungen und zur Erinnerung daran erwarb die Stadt 1961 die Bronze für den Eingangsbereich zur <i>iga</i>. Der Erstguss des Denkmals<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> steht seit 1958 vor dem <a href="Rotes_Rathaus" title="Rotes Rathaus">Roten Rathaus</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ausstellungshallen">Ausstellungshallen</h4></div>
<p>Mit dem 1958 begonnenen Ausbau des Gartenschaugeländes entstanden 13 Ausstellungshallen in Holz- und Stahlbauweise mit insgesamt 9.300 Quadratmetern Grundfläche. Die architektonisch einheitlich, in zeittypisch schlichter Form gestalteten Zweckbauten waren raumbildend um eine große Freifläche gestaffelt. Der anpassungsfähige Innenraum der Hallen war stützenfrei und ohne festen Boden, zudem sorgte die großzügige Verglasung für einen hohen Tageslichtdurchlass. So wurde den beteiligten Ausstellern die Option eingeräumt, eine ihren nationalen Eigenheiten und Vorstellungen entsprechende Innenraumgestaltung vorzunehmen.
</p><p>Nach 1990 verloren die Bauten ihre ursprüngliche Bestimmung, und somit wurde der größte Teil (9 Stück) im Zuge der Neuaufteilung des Geländes ab Mitte der 1990er Jahre zurückgebaut.
</p><p>Heute befindet sich gegenüber dem Haupteingang, als südlicher Abschluss des Festplatzes, die in ihrer Architektur dominierende Haupthalle. Ehemals <i>Halle der Völkerfreundschaft</i> bezeichnet, übernahmen alle teilnehmenden Nationen einer Ausstellung gemeinschaftlich die Ausgestaltung des Innenraums. Die weiteren drei Hallen mit je 900 Quadratmetern Grundfläche dienten den Zuchtbetrieben der DDR zur Präsentation ihrer Erzeugnisse der Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenproduktion, aber auch für Sonderausstellungen. Als die ersten Ausstellungsbauten ab 1958 entstanden, wurden sie architektonisch einheitlich mit einseitiger Glasfassade noch in Holzkonstruktion ausgeführt. Den die Hauptwegeachse begleitenden Bauten sind begrünte Hallenhöfe und Pergolen angegliedert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zentrales_Blumenbeet">Zentrales Blumenbeet</h4></div>


<p>Die sich entlang der Hauptachse erstreckende, 370 Meter lange und über 6000 Quadratmeter große Wechselflorfläche ist das größte ornamental bepflanzte Blumenbeet Europas. Hierbei werden zweimal pro Saison, von Ende März bis Mai und von Juli bis Oktober, rund 150.000 Blumenpflanzen kunstvoll arrangiert. Die Bepflanzung wechselt dabei jährlich und folgt immer einer bestimmten Thematik.
</p><p>Das ursprünglich den traditionsreichen Blumensamenbau der Stadt repräsentierende Beet wird seit 1961 nahezu unterbrechungsfrei bewirtschaftet. Lediglich 1962 wurde der Bereich als zusätzliche Ausstellungsfläche für Landmaschinen als „Straße der <a href="Mechanisierung_der_Landwirtschaft" title="Mechanisierung der Landwirtschaft">Mechanisierung</a>“ genutzt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den Gestaltungsentwurf für die Erstbepflanzung, die aus 100.000 Tulpen und 120.000 Stiefmütterchen bestand, übernahm die Fotografin und Künstlerin Alice Lingner (1903–1969), die Ehefrau des Chefarchitekten.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 2011, zum 50. Jubiläum der <i>iga</i>, wurde das Beet in <a href="Reminiszenz" title="Reminiszenz">Reminiszenz</a> an die 1960er Jahre in zeittypischen Formmustern und Farbverläufen gestaltet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Spiel-_und_Freizeitbereich">Spiel- und Freizeitbereich</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Kinderspielplatz">Kinderspielplatz</h5></div>

<p>Nachdem schon in den Jahren zuvor Spiel- und Sportmöglichkeiten bestanden hatten, wurde 1974 ein vollkommen neu konzipierter, rund 35.000 Quadratmeter großer Freizeitbereich angelegt. Neben diversen Zonen für Freizeitspiele und Sport entstand auch ein 600 Quadratmeter großer Wasserspielplatz. Die installierten Spiel- und Sportgeräte gehörten seinerzeit zu den modernsten der DDR und dienten somit gleichzeitig der Präsentation.
</p><p>Ab den 1990er Jahren erfolgte eine Überarbeitung und Anpassung an heutige Anforderungen. Der nunmehr größte Kinderspielplatz Thüringens bietet moderne, kindgerechte Attraktionen und Spielgeräte. Mit dem abgestuften Wasserplanschbecken nebst angrenzenden „Betonkopf“ und den Seilpyramiden zum Erklettern sind auch – zwischenzeitlich sanierte – Anlagen aus den 1970er Jahren erhalten geblieben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Kinderbauernhof">Kinderbauernhof</h5></div>
<p>Die im Stil eines Thüringer <a href="Dreiseithof" title="Dreiseithof">Dreiseitenhofes</a> Mitte der 1990er Jahre errichtete Anlage besteht aus einem Bauernhaus, Scheune und Stallungen.
Hier werden einheimische Haustiere wie Esel, Ziegen, Schafe, Schweine, Gänse, Enten und Hühner artgerecht beherbergt.
An den Hof grenzen ein <a href="Biberratte" class="mw-redirect" title="Biberratte">Nutriagehege</a> und ein Bauerngarten an.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Pavillon-Rundbau">Pavillon-Rundbau</h5></div>

<p>Mit der Neuanlage des Freizeitbereichs 1974 entstand zeitgleich ein multifunktionaler Veranstaltungspavillon. Das von dem Architekten Klaus Thiele entworfene Bauwerk ist gekennzeichnet von einer prägnanten <a href="Polygon" title="Polygon">polygonalen</a> Formgebung. Zusätzlich verleihen die Rundumverglasung, wie die abgespannte Dachkonstruktion, dem Bau eine filigrane Erscheinung. Heute gilt der Pavillon als wichtiger Repräsentant der DDR-Architekturmoderne und als wesentliches Element des Ausstellungsgeländes.
</p><p>Nachdem das Gebäude anfänglich als Theater-, Kino- und Ausstellungsort genutzt worden war, folgte wenig später eine Umnutzung und der langjährige Betrieb eines Cafés. Zum Saisonende 2009 schloss die Einrichtung, als der Pavillon erheblichen Sanierungsbedarf aufwies. Nach erfolgter Analyse der Schäden wurde über die Zukunft des markanten Rundbaues teilweise öffentlich debattiert. Im Herbst 2010 begann die grundlegende Sanierung unter weitgehendem Erhalt originaler Bausubstanz und den Maßgaben der Denkmalpflege.
</p><p>Am 29. Februar 2012 wurde der Pavillon, nach erfolgter Sanierung, als <i>ega arena</i> wieder eröffnet. Er wird nun als Restaurant genutzt und verfügt im Kellergeschoss über einen kleinen Veranstaltungsraum.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Komplex_der_Pflanzenschauhäuser"><span id="Komplex_der_Pflanzenschauh.C3.A4user"></span>Komplex der Pflanzenschauhäuser</h4></div>
<div style="display:none" class="noexcerpt">Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend</div>
<p>Die ganzjährig geöffnete Anlage, bestehend aus fünf miteinander verbundenen <a href="Gew%C3%A4chshaus" title="Gewächshaus">Warmhäusern</a> und ist in folgende Themenbereiche gegliedert:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Tropenhaus">Tropenhaus</h5></div>
<p>Das erste permanent geöffnete <a href="Tropenhaus" class="mw-redirect" title="Tropenhaus">Schaugewächshaus</a> des Parks wurde 1983 eröffnet. Schon damals wartete es mit einer umfangreichen Sammlung tropischer Vegetation auf. Nach gut zwei Jahrzehnten Wachstum brachten die Gewächse das Haus an seine Kapazitätsgrenzen, zudem bedurften die technischen Anlagen einer Überholung.
</p><p>So wurde bei der vorgenommenen Umgestaltung des doppelschiffigen Gewächshauses mittig das Dach erhöht und gleichzeitig das Bodenniveau absenkt. Im Ergebnis entstand, neben einem neuen Raumerlebnis, mehr Platz für beispielsweise auch größere <a href="Palmengew%C3%A4chse" title="Palmengewächse">Palmen</a>. Zusätzlich zur eigentlichen thematischen Ausgestaltung der Anlage wurde eine Panoramaplattform einschließlich Sitzplätzen integriert und der Eingangsbereich verändert.
</p><p>Das neu rekonstruierte Tropenhaus wurde am 31. Oktober 2007 der Öffentlichkeit übergeben. Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern präsentiert sich eine mittelamerikanische Urwaldlandschaft, ausgestaltet mit Teichen, Wasserläufen und der untergegangenen <a href="Maya" title="Maya">Maya</a>-Kultur entlehnten Pyramiden. Im Mittelpunkt aber steht der Regenwald mit seiner vielfältigen Flora in Verbindung mit exotischen Tieren wie <a href="Leguan" class="mw-redirect" title="Leguan">Leguan</a> <i>Eddi</i> und mehreren <a href="Rotwangen-Schmuckschildkr%C3%B6te" title="Rotwangen-Schmuckschildkröte">Rotwangen-Schmuckschildkröten</a>. Auch für die Region typische <a href="Nutzpflanzen" class="mw-redirect" title="Nutzpflanzen">Nutzpflanzen</a> wie Kakao, Bananen, Papaya, Vanille oder Kaffee werden kultiviert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Kakteenhaus">Kakteenhaus</h5></div>

<p>In der Heimatstadt der <a href="Kakteen-Haage" title="Kakteen-Haage">ältesten Kakteengärtnerei der Welt</a> wurde 1985 ein entsprechendes Schauhaus eröffnet. Die Sammlung umfasst etwa 3200 <a href="Kakteengew%C3%A4chse" title="Kakteengewächse">Kakteen</a> und <a href="Sukkulente" title="Sukkulente">Sukkulenten</a> in rund 800 Arten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Orchideenhaus">Orchideenhaus</h5></div>
<p>Dieser am 22. August 1986 der Öffentlichkeit übergebene Bereich zeigt rund 300 <a href="Gattung_(Biologie)" title="Gattung (Biologie)">Gattungen</a> und <a href="Art_(Biologie)" title="Art (Biologie)">Arten</a> der <a href="Familie_(Biologie)" title="Familie (Biologie)">Pflanzenfamilie</a> der <a href="Orchideen" title="Orchideen">Orchideengewächse</a>. Neben tropischen Begleitpflanzen ist auch ein Paar <a href="Zwergseiden%C3%A4ffchen" title="Zwergseidenäffchen">Zwergseidenäffchen</a> hier beheimatet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Schmetterlingshaus">Schmetterlingshaus</h5></div>
<p>Im Jahr 1997 wurde das erste Schmetterlingshaus Thüringens im Komplex der Pflanzenschauhäuser eingeweiht. Zwischen tropischen Pflanzen, der den Tieren als Lebensraum dient, leben etwa 300 Exemplare von 25 tropischen Schmetterlingsarten. Der Besucher kann auf einer Fläche von 360 Quadratmetern die Tiere aus unmittelbarer Nähe erleben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Victoriahaus">Victoriahaus</h5></div>
<p>Das im September 1998 eröffnete Victoriahaus, benannt nach den dort kultivierten Seerosengewächsen der Gattung <a href="Victoria_(Gattung)" title="Victoria (Gattung)">Victoria</a>, bildet eine Dschungel-Landschaft ab. Aus Vulkanstein wurde außerdem eine Fels- und Wasserlandschaft gestaltet. Neben einem 14.000 Liter fassenden <a href="Aquarium" title="Aquarium">Aquarium</a> finden sich in einem weiteren Wasserbecken einige <a href="Schwarzer_Pacu" title="Schwarzer Pacu">Pacus</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Historischer_Parkbereich_um_die_Cyriaksburg">Historischer Parkbereich um die Cyriaksburg</h3></div>
<p>Dieser Teilbereich ist geprägt von den verbliebenen Baulichkeiten der ehemaligen Stadtfestung, aus der der Park ursprünglich erwuchs. Aufbauend auf der Erstgestaltung des Terrains in den 1920er Jahren, entstand ab 1948, basierend auf Entwürfen des Landschaftsarchitekten Walter Funcke, ein Gartenschaugelände. Im Unterschied zur späteren Konzeption Reinhold Lingners vermied Funcke weitestgehend Sichtachsen, Dominanten und stringente Formen, vielmehr bezog er die Umgebung, vor allem die sich bietenden Ausblicke zur Stadt, mit ein.
</p><p>In den Jahren darauf erfolgte ein weiterer Ausbau im Sinne der Kulturparkbewegung jener Zeit mit den üblichen Gestaltungselementen. So entstanden beispielsweise erweiterte Spiel- und Sportstätten, gastronomische Einrichtungen und eine große Freilichtbühne. Vom damaligen Haupteingang am Gothaer Platz ausgehend, erstreckte sich der Bereich hauptsächlich bis zum Ende der 1950er Jahre errichteten Frühform der Zentralgaststätte, welche auch später die Raumgrenze beider Geländeteile bildete.
</p><p>Nach Plänen des Landschaftsarchitekten Reinhold Lingners erfolgte ab 1958 die Verknüpfung mit den Gestaltungsprinzipien der sich weiter westlich herausbildenden Erweiterungsflächen der internationalen Gartenbauausstellung. Obgleich die Anlage in den Jahren darauf, besonders ab Mitte der 1990er Jahre, weiterentwickelt und überarbeitet wurde, blieben die ursprünglichen Grundstrukturen im Wesentlichen erhalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Wasserachse">Wasserachse</h4></div>

<p>Bereits zur ersten Gartenschau <i>Erfurt blüht</i> 1950 waren vier – als „Wassertassen“ bezeichnete – Fontänebecken als zentrale Blickpunkte im Gelände integriert. Seinerzeit konzipiert von Landschaftsarchitekt Walter Funcke, war er auch für die Neugestaltung und Erweiterung der Wasserfläche im Vorfeld der Eröffnung der <i>iga</i> 1961 verantwortlich. Unter Einbeziehung der bereits bestehenden und nochmals überarbeiteten Fontänebecken wurde eine durchgängige, ineinander greifende Wasserlandschaft, teils mit Sumpf- und Uferzonen, geschaffen.
</p><p>Die einen Hauptweg begleitende und von einer Brücke überspannte Anlage ist von Staudenbeeten, Wiesen und einem alten Baumbestand gesäumt. Mit einer Gesamtlänge von insgesamt 150 Metern, fungiert sie als Bindeglied beider Parkbereiche. Auf der <a href="Potsdam" title="Potsdam">Potsdamer</a> <a href="Freundschaftsinsel" title="Freundschaftsinsel">Freundschaftsinsel</a> ist eine Wasserachse in sehr ähnlicher Form vorzufinden, die auch auf denselben Urheber zurückgeht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Rosengarten">Rosengarten</h4></div>
<p>Der in abgestufter Südhanglage befindliche Rosengarten wurde am 7. Mai 2000 eingeweiht. In 8 thematisch gegliederten Bereichen ist die „Königin der Blumen“ in rund 500 Arten und Sorten in den unterschiedlichsten Wuchsformen zu finden. Neben weiterer ergänzender Grünraumgestaltung ist auch ein Seerosenteich integriert. Zu den Ausstattungselementen der 28.000 Quadratmeter großen Gartenanlage zählen neben Vogelvolieren, verschiedensten Plastiken und Skulpturen auch ein Brunnen aus der bis 1995 im Westteil des <i>egaparks</i> existenten Anlage. Als Rückzugsorte dienen Terrassen, Pavillons, Pergolen mit diversen Sitzmöglichkeiten aber auch ein <a href="Wassertreten" title="Wassertreten">Wassertretbecken</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Themengärten"><span id="Themeng.C3.A4rten"></span>Themengärten</h4></div>

<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Irisgarten">Irisgarten</h5></div>
<p>Zeitgleich mit der Schaffung des Südeingangs 1964, der als Anbindung an die angrenzenden städtischen Parkanlagen diente, erfolgte die Anlage des Irisgarten. Benannt nach dem Pflanzenzüchter Alexander Steffen (1871–1952), ist in dem Themengarten die Gattung in 180 Sorten und Arten vertreten. Im Zuge der geplanten <a href="Bundesgartenschau" title="Bundesgartenschau">Bundesgartenschau</a> 2021 wurde der Irisgarten für 860.000 Euro saniert.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Liliengarten">Liliengarten</h5></div>
<p>Der 150 Sorten und Arten dieser Gattung umfassende Gartenbereich wird von einem Fontainen-Becken mit manueller Steuerung flankiert. Auf dem oberen Plateau des Südhangs gelegen, bietet sich von dort der Blick auf die angrenzenden Parkanlagen und den <a href="Steigerwald_(Erfurt)" title="Steigerwald (Erfurt)">Steigerwald</a>. Im Herbst 2010 erfolgte eine Neugestaltung, teilweise nach Plänen, die auf die Entstehungszeit der Anlage zurückgehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="MDR_GartenReich">MDR GartenReich</h5></div>
<p>Seit 2000 wird der <a href="MDR_Garten" title="MDR Garten">MDR Garten</a> im Sommerhalbjahr aus dem egapark gesendet. Im Jahr 2014 wurde mit dem „MDR GartenReich“ ein eigener Garten für den MDR gestaltet, der als Außendrehort für die Fernsehsendung dient. Dort können verschiedene Versuchsreihen, wie der Prozess der Züchtung und Auslese von einjährigen Blumen und dauerblühenden Stauden, besichtigt werden. Langfristig angelegt sind Versuchspflanzungen für <a href="Echinacea" class="mw-redirect" title="Echinacea">Echinacea</a> (Sonnenhüte), <a href="Heuchera" class="mw-redirect" title="Heuchera">Heuchera</a> (Purpurglöckchen) und <a href="Gerbera" title="Gerbera">Gerbera</a>, die auf ihre auf Ästhetik, Dauerhaftigkeit und Winterhärte getestet werden.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Aussichtsturm">Aussichtsturm</h4></div>

<p>Die beiden 1528 entstandenen <a href="Batterieturm" title="Batterieturm">Geschütztürme</a> der Festung trugen ursprünglich ziegelgedeckte <a href="Kegeldach" title="Kegeldach">Kegeldächer</a>. Im Jahr 1827 wurden diese abgebrochen und durch Flachdächer ersetzt, später wurden hier Kanonen positioniert.
</p><p>Während des Teilabrisses der Burg, infolge der 1873 verfügten Stadtentfestigung, wurde auch deren <a href="Burggraben" title="Burggraben">Wallgraben</a> verfüllt, weshalb 8 Meter der Türme im Erdreich verschwanden. Den nunmehr noch 15 Meter hohen am Südhang gelegenen Turm baute man 1935 zu einem <a href="Aussichtsturm" title="Aussichtsturm">Aussichtsturm</a> für Besucher um. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges dienten die <a href="Rotunde" title="Rotunde">Rundbauten</a> als <a href="Flakturm" title="Flakturm">Flaktürme</a> erneut militärischen Zwecken.
</p><p>Ab 1950 wieder als Aussichtsplattform genutzt, begannen ab 1998 umfangreiche Umbau- und Restaurierungsmaßnahmen. So legte man Teile der historischen Festungsanlage, hierbei auch die unteren Etagen des Turmes, wieder frei und machte sie so anschaulich.
</p><p>Im Herbst 1999 wurde eine 21,10 Meter hohe, stählerne Turmspitze mit Aussichtsplattform (5 Meter im Durchmesser) aufgesetzt. In Anlehnung an die frühere Kegeldachform führt eine spiralförmig verlaufende 61-stufige Wendeltreppe zum Plateau. Der historische Festungsturm ist heute einer der höchsten (273 Meter über <a href="Normalnull" title="Normalnull">NN</a>) und schönsten Aussichtspunkte der Stadt.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div style="clear:both;"></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sternwarte">Sternwarte</h4></div>

<p>Die im nördlich gelegenen ehemaligen Geschützturm beheimatete <a href="Volkssternwarte" title="Volkssternwarte">Volkssternwarte</a> wurde im Rahmen der ersten Gartenschau <i>Erfurt blüht</i> im Juli 1950 eröffnet. Ein Großteil der vorhandenen Technik, so das 2,5&nbsp;m lange <a href="Fernrohr" title="Fernrohr">Fernrohr</a> (<a href="%C3%96ffnungsweite" class="mw-redirect" title="Öffnungsweite">Öffnungsweite</a>: 130&nbsp;mm, <a href="Brennweite" title="Brennweite">Brennweite</a>: 1.950&nbsp;mm), stammen ursprünglich aus der 1945 durch einen Bombenangriff fast völlig zerstörten <a href="Humboldt-Schule_(Erfurt)" title="Humboldt-Schule (Erfurt)">Humboldt-Schule</a>.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die hier dank einer Spende 1911 eröffnete Schul- und Volkssternwarte, wurde 1944 vorbeugend in Teilen ausgelagert.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aufgrund der damals noch geringen <a href="Lichtverschmutzung" title="Lichtverschmutzung">Lichtverschmutzung</a> der Umgebung und der Höhe (265 Meter über NN) entfiel die Standortwahl auf den Turm. Dessen drehbare <a href="Teleskopkuppel" title="Teleskopkuppel">Kuppel</a> besitzt einen Durchmesser von 5 Metern und war seinerzeit die erste vom <a href="Carl_Zeiss_(Unternehmen)" class="mw-redirect" title="Carl Zeiss (Unternehmen)">VEB Carl Zeiss Jena</a> hergestellte nach dem Zweiten Weltkrieg.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Mit jährlich mehreren zehntausend Besuchern gehörte die Einrichtung zu den erfolgreichsten ihrer Art in der DDR.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis heute ist es die erste und einzige öffentliche Sternwarte in der Geburtsstadt des bedeutenden Astronomen <a href="Johann_Hieronymus_Schroeter" title="Johann Hieronymus Schroeter">Johann Hieronymus Schroeter</a>.
</p>
<div style="clear:both;"></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Skulpturengarten">Skulpturengarten</h4></div>

<p>Unter der Überschrift <a href="Skulpturengarten" title="Skulpturengarten"><i>Zeitfiguren-Figurenzeiten</i></a> werden auf einem rund 4500 Quadratmeter großen Areal, 21 <a href="Plastik_(Kunst)" title="Plastik (Kunst)">Plastiken</a> in konzentrierter Form dargestellt. Sie sind Teil eines <a href="Fundus_(Sammlung)" title="Fundus (Sammlung)">Fundus</a> von rund 70 Skulpturen, der sich über Jahrzehnte auf dem Parkgelände angesammelt hat. Die Sammlung umfasst Werke führender Vertreter der figürlichen Kunst der DDR, wie unter anderem <a href="Fritz_Cremer" title="Fritz Cremer">Fritz Cremer</a>, <a href="Waldemar_Grzimek" title="Waldemar Grzimek">Waldemar Grzimek</a>, <a href="Walter_Arnold_(K%C3%BCnstler)" title="Walter Arnold (Künstler)">Walter Arnold</a>, <a href="Heinrich_Drake_(Bildhauer)" title="Heinrich Drake (Bildhauer)">Heinrich Drake</a>, <a href="Helmut_Braun_(Bildhauer)" title="Helmut Braun (Bildhauer)">Helmut Braun</a> und <a href="Christa_Sammler" title="Christa Sammler">Christa Sammler</a>.
</p><p>In symmetrisch gegliederten, von Heckenpflanzen gerahmten Teilbereichen können die Bronzefiguren separat wahrgenommen werden. Die nächste Umgebung ist belebt von Gräsern und Stauden und einem Kies- und <a href="Steppenkerzen" title="Steppenkerzen">Steppenkerzenbeet</a>. Der im Kernbereich der Festung und somit in einer der ältesten Flächen des egaparks liegende Bereich wurde am 31.&nbsp;Mai 2008 eröffnet. Neben der Dauerausstellung finden jährlich wechselnde temporäre Ausstellungen figürlicher Plastik statt. Ein Atelier als Einrichtung für Gastkünstler grenzt unmittelbar an den Garten.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Waidrad">Waidrad</h4></div>
<p>Die historische <a href="Waidm%C3%BChle" title="Waidmühle">Waidmühle</a> wurde von ihrem ursprünglichen Stand- und Einsatzort <a href="Pferdingsleben" title="Pferdingsleben">Pferdingsleben</a> auf das Parkgelände umgesetzt und im Jahr 1935 am heutigen Standort platziert. Heute ein Exponat des Deutschen Gartenbaumuseums, symbolisiert das <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Kulturdenkmal</a> die bedeutende und wirtschaftlich wichtige Tradition des Waidanbaus in Erfurt.
</p>

<p>Die <a href="F%C3%A4rberwaid" title="Färberwaid">Waidpflanze</a> war als <a href="Indigo" title="Indigo">Blaufärbemittel</a> die wichtigste farbstoffliefernde Pflanze des Mittelalters. Der Anbau, die Verarbeitung und vor allem der Export von Waid begründete im Mittelalter den Wohlstand der fünf <a href="Waidst%C3%A4dte" title="Waidstädte">Waidstädte</a> Erfurt, <a href="Arnstadt" title="Arnstadt">Arnstadt</a>, <a href="Gotha" title="Gotha">Gotha</a>, <a href="Bad_Tennstedt" title="Bad Tennstedt">Bad Tennstedt</a> und <a href="Bad_Langensalza" title="Bad Langensalza">Bad Langensalza</a> sowie der umliegenden Regionen. So bildete der Waidhandel beispielsweise eine wesentliche Grundlage für die Mittel, den Landbesitz der Stadt zu erweitern, und zur 1392 erfolgten Gründung eine der ersten und zudem zweitgrößten <a href="Universit%C3%A4t_Erfurt" title="Universität Erfurt">Universitäten</a> des Landes. Auch die noch heute meist in der Nähe von Marktplätzen zu findenden, typischen Waidhändlerhäuser zeugen von dieser Epoche.
</p><p>Die Nichtbeachtung einer geregelten <a href="Fruchtfolge" title="Fruchtfolge">Fruchtfolge</a> und vor allem die Einfuhr der die dreißigfache Farbstoffmenge liefernden <a href="Indigopflanze" title="Indigopflanze">Indigopflanze</a>,
leiteten unter anderem eine nachhaltige <a href="Bullen-_und_B%C3%A4renmarkt" title="Bullen- und Bärenmarkt">Baisse</a> am Waidmarkt ein. Anfang des 20. Jahrhunderts – nachdem die vollsynthetische Herstellung von Indigo gelungen war – stellte die letzte Waidmühle in Pferdingsleben ihre Arbeit ein. Heute sind noch fünf Waidmühlen in Thüringen erhalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deutsches_Gartenbaumuseum">Deutsches Gartenbaumuseum</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Deutsches_Gartenbaumuseum" title="Deutsches Gartenbaumuseum">Deutsches Gartenbaumuseum</a></i></div>

<p>Das Museum ist im Hauptgebäude der <a href="Zitadelle_Cyriaksburg" title="Zitadelle Cyriaksburg">Zitadelle Cyriaksburg</a>, der 1824 bis 1826 errichteten Defensionskaserne untergebracht. Es wurde als Bestandteil der <i>iga</i> 1961 eröffnet und in der Form bis zum Herbst 1994 betrieben. Nach mehrjährigem Um- und Ausbau wurde das Museum am 25. Mai 2000 wiedereröffnet.
</p><p>Seither wird auf rund 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche über die Geschichte des Gartenbaus und der Gartenkunst informiert. Weiterhin besteht das Veranstaltungsprogramm aus wechselnden Sonderausstellungen, Fachvorträgen und <a href="Workshop" title="Workshop">Workshops</a>. In dem historischen Festungsgebäude befinden sich auch ein unterirdischer Stollen der zu einem 40 Meter tiefen <a href="Festungsbrunnen" class="mw-redirect" title="Festungsbrunnen">Festungsbrunnen</a> führt und zwei ehemalige Kanonenhöfe. Das Museum ist in seiner Art einzigartig in Deutschland und Europa.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Parkbühne"><span id="Parkb.C3.BChne"></span>Parkbühne</h4></div>
<p>Die Freilichtbühne wurde Anfang der 1950er Jahre als Bestandteil des Kulturpark Cyriaksburg im ehemaligen Steinbruch der Festungsanlage angelegt. Mit der modernsten Projektionswand des Landes ausgestattet, zählte das Freilichttheater seinerzeit zu den größten Europas.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit einem Fassungsvermögen von 3.100 Plätzen und einer Bühne für 1000 Mitwirkende wurde sie für vielfältige Veranstaltungen wie Volkstanzvorführungen, Konzerte bis hin zu Filmpremieren und -vorführungen genutzt.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Buchenwaldblick">Buchenwaldblick</h4></div>
<p>Etwas abgelegen unterhalb der Seitenkaponniere II, im südlichen Bereich der Zitadelle Cyriaksburg befinden sich weitere Bauwerke der <a href="Befestigung" title="Befestigung">Fortifikation</a>.
</p><p>Zum einen ist dies das 1842 erbaute Friedenspulvermagazin Nr. 7, welches später um- und ausgebaut zum Gästehaus der <i>iga</i> wurde. Zum anderen gibt es Reste der gleichzeitig aufgeschütteten ehemaligen Terrassenbatterie, die der <a href="Bestreichen" title="Bestreichen">Bestreichung</a> des Geratals und des <a href="Steigerwald_(Erfurt)" title="Steigerwald (Erfurt)">Steigerwaldes</a> mittels Handwaffen und Artillerie diente.
</p>

<p>Im Zuge der ab 1885 begonnenen Umgestaltung zur öffentlichen Grünanlage wurde die kleine Anhöhe zu einem Aussichtspunkt ausgebaut. Die damalige Bezeichnung <i>Grolmannshöhe</i> geht zurück auf Wilhelm von Grolman (1829–1893),<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in den Jahren 1882 bis 1888 Kommandeur der 8. Division in Erfurt. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Teilfreigabe des Cyriaksberggeländes nach dessen Entfestigung und schuf somit die Voraussetzung für die weitere Entwicklung. Die großzügige Unterstützung des Verschönerungsvereins brachte von Grolman dessen Ehrenmitgliedschaft und später, nach seinem Tod, eine Gedenksäule an dem nach ihm benannten Plateau.
</p><p>In Vorbereitung der ersten internationalen Gartenbauausstellung erfuhr auch dieser Bereich in den Jahren um 1960 Veränderungen. Seitdem steht hier – zum mahnenden Gedenken – mit dem <i>Rufer</i>, die verkleinerte <a href="Nachbildung" title="Nachbildung">Replik</a> einer Plastik, die Fritz Cremer ursprünglich für die Figurengruppe des <a href="KZ_Buchenwald#Mahnmal_und_Glockenturm" title="KZ Buchenwald">Buchenwald-Denkmals</a> auf dem <a href="Ettersberg" title="Ettersberg">Ettersberg</a> schuf. Der östlich ausgerichtete Stadtblick lässt in der Ferne die 482 Meter hohe Erhebung samt Glockenturm der Denkmalanlage erkennen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Japanischer_Fels-_und_Wassergarten">Japanischer Fels- und Wassergarten</h4></div>
<p>Dem Leitprinzip <a href="Japanischer_Garten" title="Japanischer Garten">japanischer Gärten</a> folgend, finden sich auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern ein Teich- und Felsengarten mit Wasserfall, ein <a href="Kare-san-sui" title="Kare-san-sui">Zen-Garten</a> und ein <a href="Teehaus" title="Teehaus">Teehaus</a> mit Teehausgarten. Weitere typische Gestaltungselemente sind Pavillons, Steinlaternen, <a href="Torii" title="Torii">stilisierte Tore</a> sowie eine entsprechende Vegetation. Die am Hang nordwestlich des Hauptausstellungsgeländes gelegene Anlage wurde am 5. Mai 2002 eröffnet. In rund einjähriger Bauzeit wurde unter Berücksichtigung der Regeln japanischer Handwerkstechnik und unter Verwendung von 5000 Tonnen Felsgestein ein Gartenensemble im Stil fernöstlicher Gartenkunst gestaltet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Karl-Foerster-Garten">Karl-Foerster-Garten</h4></div>
<p>Als Mitglied des um den Staudenzüchter <a href="Karl_Foerster" title="Karl Foerster">Karl Foerster</a> entstandenen „<a href="Bornim" title="Bornim">Bornimer</a> Kreises“, dem beispielsweise auch <a href="Hermann_Mattern" title="Hermann Mattern">Hermann Mattern</a> und dessen Gattin <a href="Herta_Hammerbacher" title="Herta Hammerbacher">Herta Hammerbacher</a> angehörten, arrangierte Walter Funcke schon 1950 zur ersten Gartenschau <i>Erfurt blüht</i> 80.000 <a href="Staude" title="Staude">Stauden</a> auf dem Gelände und rückte sie somit ins Zentrum der Gartengestaltung. Die damaligen Schau- und Sichtungsgärten wurden wohl ihrer symmetrischen Gliederung wegen auch als „Staudenschaufenster“ bezeichnet. An diesem Standort findet sich heute der 2008 eröffnete Skulpturengarten, der in sehr ähnlicher Form diese Konzeption wieder aufgriff und mit Kunst ergänzte.
</p><p>Der <i>Karl-Foerster-Garten</i> in seiner heutigen Ausprägung geht auf die Erstgestaltung in den Jahren 1962/63 durch die Garten- und Landschaftsgestalter Walter Funcke und <a href="Hermann_G%C3%B6ritz" title="Hermann Göritz">Hermann Göritz</a> (1902–1998), einen weiteren Wegbegleiter Foersters, zurück. In terrassierter Form ausgeführt, erstreckt sich der Staudengarten entlang der Hauptwegeachse vom Eingang des Gothaer Platzes.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sibyllentürmchen"><span id="Sibyllent.C3.BCrmchen"></span>Sibyllentürmchen</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Sibyllent%C3%BCrmchen" title="Sibyllentürmchen">Sibyllentürmchen</a></i></div>
<p>Das in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts im <a href="Gotik" title="Gotik">gotischen</a> Stil errichtete, kapellenartige Bauwerk befindet sich am Eingang <a href="Gothaer_Platz" title="Gothaer Platz">Gothaer Platz</a>. Die Umgebung des <a href="Flurdenkmal" title="Flurdenkmal">Flurdenkmals</a> war einstmals unbebaut und lag außerhalb der Stadtmauer direkt an einem bedeutenden überregionalen <a href="Via_regia" class="mw-redirect" title="Via regia">Handelsweg</a>. Ein Teil dieser historischen Wegverbindung, verläuft heute über das Parkgelände.
</p><p>Für das Sibyllentürmchen wie für ein sich in unmittelbarer Umgebung befindendes <a href="Steinkreuz" title="Steinkreuz">Steinkreuz</a> sind keine Aufstellungsgründe dokumentiert. Im Rahmen des bundesweit erstmals veranstalteten <a href="Tag_des_offenen_Denkmals" title="Tag des offenen Denkmals">Tag des offenen Denkmals</a> 1993 wurde das Türmchen nach erfolgter Restaurierung der Öffentlichkeit übergeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Florinchen">Florinchen</h2></div>
<p>Dem internationalen Trend folgend, sollte auch die <i>iga</i> mit einer <a href="Werbefigur" title="Werbefigur">Werbefigur</a> ausgestattet werden. So entstand um 1965 eine – nach <a href="Flora_(Mythologie)" title="Flora (Mythologie)">Flora</a> der Göttin der Blüte benannte – kleine Gärtnerin mit schwarzen <a href="Pagenschnitt" class="mw-redirect" title="Pagenschnitt">Pagenschnitt</a> und dunklen Mandelaugen. Erschaffen wurde sie von <a href="Siegfried_Kraft" title="Siegfried Kraft">Siegfried Kraft</a>, seinerzeit künstlerischer Leiter und Chefgrafiker der <i>iga,</i> und dem Berliner Puppengestalter <a href="Gerhard_Behrendt" title="Gerhard Behrendt">Gerhard Behrendt</a>, der unter anderem für die Entwürfe des <i><a href="Unser_Sandm%C3%A4nnchen" title="Unser Sandmännchen">Sandmännchen</a></i> und <a href="Leipziger_Messem%C3%A4nnchen" title="Leipziger Messemännchen">Leipziger Messemännchen</a> verantwortlich zeichnete. Fortan zierte <i>Florinchen,</i> mit grüner Latzhose und Strohhut bekleidet und immer mit Blumen umgeben, den Außenauftritt der <i>iga</i> in vielfacher Hinsicht. So verkaufte sie sich beispielsweise als Puppe in hoher Auflage, und auch einen Sandmännchen-Abendgruß gestaltete man Ende der 1960er Jahre mit ihr. Zum 50-jährigen Parkjubiläum 2011 erfolgte der <a href="Relaunch_(%C3%96ffentlichkeitsarbeit)" title="Relaunch (Öffentlichkeitsarbeit)">Relaunch</a> des <a href="Maskottchen" title="Maskottchen">Maskottchen</a>.
</p><p>Auch das heutige <a href="Signet" title="Signet">Signet</a> des egaparks, welches in seiner Grundform dem bereits 1961 verwendeten entspricht, wurde von Siegfried Kraft entworfen. Mit seinen Gestaltungskonzepten prägte er über Jahrzehnte das <a href="Corporate_Design" title="Corporate Design">einheitliche visuelle Erscheinungsbild</a> der <i>iga.</i> Für seine Arbeiten wurde er unter anderem 1968 mit dem <a href="Kulturpreis_der_Stadt_Erfurt" title="Kulturpreis der Stadt Erfurt">Kulturpreis der Stadt Erfurt</a> und 1980 mit der <a href="Johannes-R.-Becher-Medaille" title="Johannes-R.-Becher-Medaille">Johannes-R.-Becher-Medaille</a> in Gold geehrt.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Presse">Presse</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pressezentrum_des_deutsch-deutschen_Gipfeltreffens_Brandt-Stoph_1970">Pressezentrum des deutsch-deutschen Gipfeltreffens Brandt-Stoph 1970</h3></div>
<p>Am 19. März 1970 traf Bundeskanzler <a href="Willy_Brandt" title="Willy Brandt">Willy Brandt</a> zu offiziellen Gesprächen mit dem DDR-Ministerpräsidenten <a href="Willi_Stoph" title="Willi Stoph">Willi Stoph</a> in Erfurt zusammen. Als erstes deutsch-deutsches <a href="Erfurter_Gipfeltreffen" title="Erfurter Gipfeltreffen">Gipfeltreffen</a> bildete das geschichtsträchtige Ereignis den Auftakt der Annäherung beider deutschen Staaten.
</p><p>Das internationale Interesse war entsprechend groß, bis zu 2.000 Journalisten beantragten ihre <a href="Akkreditierung_(Journalismus)" class="mw-redirect" title="Akkreditierung (Journalismus)">Akkreditierung</a>, letztlich erhielten rund 500 Medienvertreter aus 42 Ländern eine Zulassung.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Somit galt es, neben dem als Tagungsort gewählten <a href="Erfurter_Hof" title="Erfurter Hof">Hotel <i>Erfurter Hof</i></a>, ein adäquates <a href="Pressezentrum" title="Pressezentrum">Pressezentrum</a> bereitzustellen. Als Örtlichkeit hierfür wurde die <i>iga</i> mit ihren großzügig bemessenen Räumlichkeiten ausgewählt. Mit dem Ziel, beste Arbeitsbedingungen zu schaffen, richtete man nachfolgend Arbeitsplätze ein, schaltete Telefondirektleitungen in die Bundesrepublik, schulte die im Umgang mit internationalen Gästen erfahrenen Mitarbeiter nochmals und integrierte Versorgungsmöglichkeiten bis hin zum temporären <a href="Intershop_(Handel)" title="Intershop (Handel)">Intershop</a>.
</p><p>Das weiträumig abgesperrte und abgesicherte Pressezentrum nahm am 18. März 1970 seinen Betrieb auf. Auf einer abschließenden Pressekonferenz vor rund 150 Journalisten sprach unter anderem auch <a href="Regierungssprecher" class="mw-redirect" title="Regierungssprecher">Regierungssprecher</a> <a href="Conrad_Ahlers" title="Conrad Ahlers">Conrad Ahlers</a>.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pressefest_1978">Pressefest 1978</h3></div>
<p>Im Verlauf des 23. <a href="Pressefest" title="Pressefest">Pressefestes</a> 1978 ereigneten sich mehrere gewaltsame Auseinandersetzungen der <a href="Deutsche_Volkspolizei" title="Deutsche Volkspolizei">Volkspolizei</a> mit Jugendlichen. Diese führten am 27. Mai, im Anschluss an ein vorzeitig beendetes Konzert der Gruppen <i><a href="Electra_(deutsche_Band)" title="Electra (deutsche Band)">electra</a></i> und <i><a href="City_(Band)" title="City (Band)">City</a></i>, zu 40 Festnahmen. Einen Tag später kam es im Vorfeld einer angekündigten Bluesparty mit der <i><a href="Fusion_(Jazzband)" title="Fusion (Jazzband)">Gruppe Fusion</a></i> und den Solisten <i><a href="Stefan_Diestelmann" title="Stefan Diestelmann">Stefan Diestelmann</a></i>, <i><a href="Regine_Dobbersch%C3%BCtz" title="Regine Dobberschütz">Regine Dobberschütz</a></i> und <i><a href="Hansi_Klemm" title="Hansi Klemm">Hansi Klemm</a></i> zu erneuten <a href="Aufruhr" title="Aufruhr">Tumulten</a>. Durch die Ereignisse des Vortages entsprechend sensibilisiert, erfolgte der unmittelbare <a href="Zugriff_(Polizei)" title="Zugriff (Polizei)">Zugriff</a> der Polizei, und die Situation <a href="Eskalation" title="Eskalation">eskalierte</a>. Mit <a href="Schlagstock" title="Schlagstock">Schlagstöcken</a>, <a href="Schild_(Schutzwaffe)" title="Schild (Schutzwaffe)">Schutzschilden</a> und geschlossenen <a href="Helm" title="Helm">Helmen</a> ausgerüstet, ging die Polizei mit <a href="Diensthund" title="Diensthund">Diensthunden</a> gegen die Jugendlichen vor, die vorwiegend der <a href="Blueserszene" title="Blueserszene">Blueserszene</a> entstammten. Im Nachhinein wurde offiziell von 26 Verletzten, 46 Festnahmen und Sachschäden berichtet.
</p><p>In den nachfolgenden Prozessen wurden einige der Jugendlichen zu Haftstrafen bis zu drei Jahren verurteilt.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Briefmarkenausgaben">Briefmarkenausgaben</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Internationale_Gartenbauausstellung_auf_Briefmarken_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Internationale Gartenbauausstellung auf Briefmarken der Deutschen Post der DDR">Internationale Gartenbauausstellung auf Briefmarken der Deutschen Post der DDR</a></i></div>
<p>Die <i>iga</i> war in der Zeit von 1961 bis 1979 Thema verschiedener <a href="Emission_(Briefmarken)" title="Emission (Briefmarken)">Briefmarken-Emissionen</a>.
</p>
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<div style="clear:both;"></div>
<div class="thumbcaption" style="clear:both;text-align:left;">Briefmarkenserie zur <i>iga</i>-Eröffnung <a href="Briefmarken-Jahrgang_1961_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Briefmarken-Jahrgang 1961 der Deutschen Post der DDR">1961</a> (<a href="Michel-Katalog" title="Michel-Katalog">Michel</a>-Nr. 854–856)</div></div></div>
<p>So verausgabte die <a href="Deutsche_Post_(DDR)" title="Deutsche Post (DDR)">Deutsche Post der DDR</a> 5 <a href="Serie_(Briefmarke)" title="Serie (Briefmarke)">Briefmarkenserien</a>, bestehend aus insgesamt 25 <a href="Sondermarke" title="Sondermarke">Sondermarken</a> mit jeweils <a href="Flora" title="Flora">floralen</a> Motiven. Zur Eröffnung der <i>1. Internationalen Gartenbauausstellung</i> erschien am 13. September <a href="Briefmarken-Jahrgang_1961_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Briefmarken-Jahrgang 1961 der Deutschen Post der DDR">1961</a>, die erste 3 <a href="Briefmarke" title="Briefmarke">Briefmarken</a> umfassende Serie. Die somit erst zum Ende der Ausstellung herausgegebenen Marken waren die ersten im mehrfarbigen <a href="Rakel" title="Rakel">Rakeltiefdruck</a> hergestellten des <a href="Giesecke_%26_Devrient" class="mw-redirect" title="Giesecke &amp; Devrient">VEB Deutsche Wertpapierdruckerei</a>.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In ihrer schlichten Gestaltung erinnern die Marken an die aktuelle <a href="Dauermarke" title="Dauermarke">Dauermarkenserie</a> <i><a href="Blumen_(Briefmarkenserie)" class="mw-redirect" title="Blumen (Briefmarkenserie)">Blumen</a></i> der <a href="Deutsche_Post_AG" title="Deutsche Post AG">Deutschen Post AG</a>.
</p><p>Anlässlich der <i>iga 66</i> wurde am 16. August <a href="Briefmarken-Jahrgang_1966_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Briefmarken-Jahrgang 1966 der Deutschen Post der DDR">1966</a> eine Serie mit 4 Sondermarken emittiert.
Jeweils in den Sommermonaten der Jahre <a href="Briefmarken-Jahrgang_1972_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Briefmarken-Jahrgang 1972 der Deutschen Post der DDR">1972</a>, <a href="Briefmarken-Jahrgang_1975_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Briefmarken-Jahrgang 1975 der Deutschen Post der DDR">1975</a> und <a href="Briefmarken-Jahrgang_1979_der_Deutschen_Post_der_DDR" title="Briefmarken-Jahrgang 1979 der Deutschen Post der DDR">1979</a> erfolgte die Ausgabe einer Briefmarkenserie mit je 6 Postwertzeichen zu diversen Blumenausstellungen.
</p><p>Nebenher wurden thematisch entsprechende <a href="Poststempel" title="Poststempel">Motiv-</a> und <a href="Sonderstempel" title="Sonderstempel">Sonderstempel</a> und <a href="Ersttagsblatt" title="Ersttagsblatt">Ersttagsbriefe und -blätter</a> mit zugehörigen <a href="Ersttagsstempel" title="Ersttagsstempel">Ersttagsstempel</a> gestaltet.
</p><p>Auch Briefmarkenausstellungen wurden vom <a href="Philatelie" title="Philatelie">Philatelistenverband</a> des <a href="Kulturbund_der_DDR" title="Kulturbund der DDR">Kulturbundes der DDR</a> auf dem <i>iga</i>-Gelände organisiert. Eine erste derartige Veranstaltung fand bereits im Eröffnungsjahr der <i>iga</i> 1961 statt. Unter der Überschrift <i>Pflanzen als Briefmarkenmotive</i> stehend, gastierte seinerzeit eine Sonderausstellung in den Räumlichkeiten des angegliederten Gartenbaumuseums.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die vom 30. Mai bis 8. Juni 1987 veranstaltete <i>FLORA 87</i> lockte 11.000 Besucher in die Ausstellungshallen. Eine zweite Auflage der Exposition wurde vom 29. Juni bis 8. Juli 1990 mit der <i>FLORA 90</i> veranstaltet.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklung_der_Verkehrsinfrastruktur">Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur</h3></div>

<p>In Vorbereitung der <i>Ersten internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder</i> und dem damit erwarteten erhöhten <a href="Verkehrsst%C3%A4rke" title="Verkehrsstärke">Verkehrsaufkommen</a> – letztlich besuchten 1961 rund 3,5 Millionen Menschen die <i>iga</i> – wurde die <a href="Verkehrsinfrastruktur" title="Verkehrsinfrastruktur">Verkehrsinfrastruktur</a> in Erfurt erneuert und verschiedene <a href="Verkehrsweg" title="Verkehrsweg">Verkehrswege</a> um- und ausgebaut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Erweiterung_des_Straßenbahnnetzes"><span id="Erweiterung_des_Stra.C3.9Fenbahnnetzes"></span>Erweiterung des Straßenbahnnetzes</h4></div>
<p>Mit dem Ziel das Gelände mit verschiedenen <a href="Verkehrsmittel" title="Verkehrsmittel">Verkehrsmitteln</a> erreichen zu können, erhielt die <i>iga</i> neben zahlreichen <a href="Parkplatz" title="Parkplatz">Parkflächen</a> für <a href="Kraftfahrzeug" title="Kraftfahrzeug">Kraftfahrzeuge</a> und einer <a href="Tankstelle" title="Tankstelle">Tankstelle</a> auch eine eigenständige, täglich verkehrende <a href="Stra%C3%9Fenbahn" title="Straßenbahn">Straßenbahnanbindung</a>. Hierfür begann im April 1960 der Ausbau der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Erfurt#Vom_Gothaer_Platz_nach_Südwesten_zur_Messe" title="Straßenbahn Erfurt">Linie 2</a> ab der bisherigen Endhaltestelle Gothaer Straße bis zum geplanten Haupteingang.
</p><p>Die zweigleisig ausgeführte, 1,3 Kilometer lange Strecke mit <a href="Wendeschleife" title="Wendeschleife">Wendeschleife</a> wurde am 7. November 1960 bauseitig übergeben und eröffnet. Am 16. April 1961 erfolgte die Aufnahme des planmäßigen <a href="Personenverkehr" title="Personenverkehr">Personenverkehrs</a> mit Triebwagen der <a href="Gothawagen" title="Gothawagen">Gothaer Bauart</a>. Das Projekt war zudem die erste Neubaustrecke der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Erfurt" title="Straßenbahn Erfurt">Erfurter Straßenbahn</a> nach dem Krieg.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Um-_und_Ausbau_des_Flughafens">Um- und Ausbau des Flughafens</h4></div>
<p>Auch der aus einem <a href="Milit%C3%A4rflugplatz" title="Militärflugplatz">Militärflugplatz</a> 1956/57 hervorgegangene <a href="Flughafen_Erfurt-Weimar" title="Flughafen Erfurt-Weimar">Regionalflughafen Erfurt</a> wurde umfassend ausgebaut.
Die erste Bauphase am neuen „Düsenflugplatz Erfurt“ begann am 2. November 1959 und umfasste den Neubau der <a href="Start-_und_Landebahn" title="Start- und Landebahn">Start- und Landebahn</a>, einschließlich zugehöriger Rollbahnen und Abstellflächen. Für die Dauer der gut 17-monatigen Bauzeit blieb der <a href="Flughafen" title="Flughafen">Flughafen</a> geschlossen. Den bisherigen <a href="Flugverkehr" class="mw-redirect" title="Flugverkehr">Inlandflugverkehr</a> mit den Zielen <a href="Flughafen_Berlin-Sch%C3%B6nefeld" title="Flughafen Berlin-Schönefeld">Berlin</a>, <a href="Flughafen_Dresden" title="Flughafen Dresden">Dresden</a> und <a href="Flughafen_Barth" title="Flughafen Barth">Barth</a> übernahm der Ausweich-<a href="Flugplatz_Eisenach-Kindel" title="Flugplatz Eisenach-Kindel">Flugplatz Eisenach-Kindel</a>.
</p><p>Nach Abschluss der ersten Ausbaustufe wurde der Flughafen Erfurt am 24. April 1961 mit der Landung einer <a href="Deutsche_Lufthansa_(DDR)" title="Deutsche Lufthansa (DDR)">Lufthansa</a>-<a href="Verkehrsflugzeug" title="Verkehrsflugzeug">Verkehrsmaschine</a> aus Berlin wieder in Betrieb genommen. Als erstes ausländisches Flugzeug nach der Rekonstruktion landete eine <a href="Iljuschin_Il-14" title="Iljuschin Il-14">IL-14</a> der <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">rumänischen</a> <a href="Fluggesellschaft" title="Fluggesellschaft">Fluggesellschaft</a> <a href="TAROM" title="TAROM">TAROM</a>, die Ausstellungsfracht für die Internationale Gartenbauausstellung nach Erfurt brachte.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Maßnahmen"><span id="Ma.C3.9Fnahmen"></span>Maßnahmen</h4></div>
<p>Im Mai 1961 wurde am innerstädtischen Kreuzungsbereich des <a href="Anger_(Erfurt)" title="Anger (Erfurt)">Angers</a> eine erste <a href="Ampel" title="Ampel">Verkehrsampel</a> errichtet. Die Steuerung dieser frühen Lichtsignalanlage erfolgte manuell seitens eines diensthabenden Polizisten, der – aus dem ebenfalls neu entstandenen <a href="Angerturm" title="Angerturm">Angerturm</a> heraus – zur Regelung und Überwachung des <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Erfurt" title="Straßenbahn Erfurt">Straßenbahn-</a>, <a href="Oberleitungsbus_Erfurt" title="Oberleitungsbus Erfurt">Oberleitungsbus-</a> und <a href="Personenkraftwagen" title="Personenkraftwagen">Pkw</a>-Verkehrs eingesetzt war.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die zum Haupteingang des Ausstellungsgeländes führende Gothaer Landstraße wurde, einschließlich der Parkflächen, mit einer elektrischen <a href="Stra%C3%9Fenbeleuchtung" title="Straßenbeleuchtung">Straßenbeleuchtung</a> ausgestattet. Die 1960 begonnene Umstellung der bisherigen <a href="Gasbeleuchtung" title="Gasbeleuchtung">Gasbeleuchtung</a> im Stadtgebiet auf elektrisches Licht konnte 1968 abgeschlossen werden.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p><small> nach Autoren alphabetisch geordnet </small>
</p>
<ul><li>Martin Baumann: <i>Die I. Internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder in Erfurt 1961</i>. In: <a href="Die_Gartenkunst" title="Die Gartenkunst">Die Gartenkunst</a>&nbsp;19 (1/2007), S.&nbsp;163–178.</li>
<li>Martin Baumann, <a href="Steffen_Ra%C3%9Floff" title="Steffen Raßloff">Steffen Raßloff</a> (Hrsg.): <i>Blumenstadt Erfurt. Waid – Gartenbau – iga/egapark</i>. Sutton Verlag, Erfurt 2011. ISBN 978-3-86680-812-6</li>
<li>Susanne Karn: <i>Freiflächen- und Landschaftsplanung in der DDR – Am Beispiel von Werken des Landschaftsarchitekten Walter Funcke (1907–87)</i>. LIT Verlag, Münster 2004.</li>
<li><i>Der Kulturpark Cyriaksburg in Erfurt und seine Geschichte</i>. Aus der Schriftenreihe: <i>Aus der Vergangenheit der Stadt Erfurt</i>. 3. Auflage. Erfurt 1956.</li>
<li>Alice von Plato: <i>Gartenkunst und Blütenzauber</i>. In: Adelheid von Saldern (Hrsg.): <i>Inszenierte Einigkeit</i>. Franz Steiner Verlag 2003. ISBN 978-3-515-08301-0</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Egapark_Erfurt?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Egapark</a></span></b>&nbsp;– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.egapark-erfurt.de/">Internetpräsenz des egapark</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gartenbaumuseum.de/">Internetpräsenz des Deutschen Gartenbaumuseums auf dem egapark-Gelände</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bugafreunde-erfurt.de/">Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.&nbsp;V.</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.erfurt-web.de/Iga_/_egapark_Erfurt">iga und egapark auf erfurt-web.de</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.horst-hohmann.de/ega/ega010.htm">Private Homepage mit Foto-Gegenüberstellungen der Jahre 1961 und 2011</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Kristina Vagt: <i>Zwischen Systemkonkurrenz und Freizeitvergnügen</i>. In: Martin Baumann, <a href="Steffen_Ra%C3%9Floff" title="Steffen Raßloff">Steffen Raßloff</a> (Hrsg.): <i>Blumenstadt Erfurt. Waid – Gartenbau – iga/egapark</i>. Sutton Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-812-6, Seite 342</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Jürgen Zerull: <i>Entwicklung der Erfurter Gartenschauen</i>. In: Martin Baumann, <a href="Steffen_Ra%C3%9Floff" title="Steffen Raßloff">Steffen Raßloff</a> (Hrsg.): <i>Blumenstadt Erfurt. Waid – Gartenbau – iga/egapark</i>. Sutton Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-812-6, Seite 220/221</span>
</li>
<li id="cite_note-ReferenceA-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ReferenceA_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ReferenceA_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Nicole Richter: <i>Meisterleistung in 30 Monaten</i>. In: <a href="Th%C3%BCringische_Landeszeitung" title="Thüringische Landeszeitung">Thüringische Landeszeitung</a>. Ausgabe 25. März 2008</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Susanne Karn: <i>Die Gartenschau in Erfurt – von der harmonischen Kulturlandschaft zur mustergültigen Lehrschau</i>. In: Martin Baumann, <a href="Steffen_Ra%C3%9Floff" title="Steffen Raßloff">Steffen Raßloff</a> (Hrsg.): <i>Blumenstadt Erfurt. Waid – Gartenbau – iga/egapark</i>. Sutton Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-812-6, Seite 294</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Susanne Karn: <i>Freiflächen- und Landschaftsplanung in der DDR – Am Beispiel von Werken des Landschaftsarchitekten Walter Funcke (1907-87)</i>. LIT Verlag, Münster 2004, Seite 120</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinz Glade: <i>Blumen für die Welt</i>. Buchverlag Der Morgen, 1. Auflage, Berlin 1967, Seite 116</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Susanne Karn: <i>Freiflächen- und Landschaftsplanung in der DDR – Am Beispiel von Werken des Landschaftsarchitekten Walter Funcke (1907-87)</i>. LIT Verlag, Münster 2004, Seite 43</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinz Glade: <i>Blumen für die Welt</i>. Buchverlag Der Morgen, 1. Auflage, Berlin 1967, Seite 156</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Herz: <i>Erste Internationale Gartenbauausstellung 1961 im politischen Kontext.</i> In: <i>Blätter zur Landeskunde</i> Thüringer Landeszentrale für politische Bildung 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe z.&nbsp;B. Anzeige in <a rel="nofollow" class="external text" href="https://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00246828/nh_29_1986_04_0007.tif"><i>Neue Hochschule&nbsp;: NH&nbsp;; unabhängige Zeitung für Mitarbeiter und Studenten der TH Ilmenau.</i> 1986, Nr. 4, S. 7</a>@thulb.uni-jena.de; oder <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nd-archiv.de/suche/index.php?and=Gartenbauausstellung&amp;rubricId=0&amp;s0_d=00&amp;s0_m=00&amp;s0_y=1961&amp;s1_d=00&amp;s1_m=00&amp;s1_y=1989&amp;modus=0&amp;sort=0&amp;fieldSelected=-1&amp;display=0&amp;search=SuchenGartenbauausstellung">Suche:„Gartenbauausstellung“ 1961–1989</a>@nd-archiv.de, abgerufen am 27. Mai 2023</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">zur jährlichen Wiederholung siehe Birgit Wolf: <i>Sprache in der DDR: ein Wörterbuch.</i> Verlag Walter de Gruyter, 2000, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=bCw-jyr7tnEC&amp;pg=PA98&amp;dq=IGA">S. 98</a>; zu den Höhepunkten mit Briefmarken siehe Karl Porges, Carla Porges: <i>Kunst im Kleinformat – Biologie zum Verschicken. Briefmarken der DDR.</i> In: <i>Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie.</i> Band 21, VWB – Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2019, S. 305ff. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.biodidaktik.uni-jena.de/iefbdmedia/arbeitsgruppe/dr-karl-porges/publikationen/buch-beitraege/dggtb-bd21-s-305-336-p-2505.pdf">(PDF 1,9 MB)</a></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Alice von Plato: <i>Gartenkunst und Blütenzauber</i>. In: <i>Inszenierte Einigkeit</i>. <a href="Adelheid_von_Saldern" title="Adelheid von Saldern">Adelheid von Saldern</a> (Bandhrsg.) Franz Steiner Verlag 2003, ISBN 978-3-515-08301-0, Seite 203</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Alice von Plato: <i>Gartenkunst und Blütenzauber</i>. In: <i>Inszenierte Einigkeit</i>. Adelheid von Saldern (Bandhrsg.) Franz Steiner Verlag 2003, ISBN 978-3-515-08301-0, Seite 203</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">mdr.de: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/danakil-neubau-dach-tropenhaus-buga-egapark-100.html"><i>Buga 2021: Danakil-Haus im Egapark Erfurt bekommt Dach | MDR.DE.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 27.&nbsp;April 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AEgapark&amp;rft.title=Buga+2021%3A+Danakil-Haus+im+Egapark+Erfurt+bekommt+Dach+%7C+MDR.DE&amp;rft.description=Buga+2021%3A+Danakil-Haus+im+Egapark+Erfurt+bekommt+Dach+%7C+MDR.DE&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.mdr.de%2Fthueringen%2Fmitte-west-thueringen%2Ferfurt%2Fdanakil-neubau-dach-tropenhaus-buga-egapark-100.html&amp;rft.creator=mdr.de&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://nachrichten.t-online.de/buga-2021-kommt-nach-thueringen/id_52612364/index?news">BUGA 2021 kommt nach Thüringen.</a><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotdeadurl.invalid/http://nachrichten.t-online.de/buga-2021-kommt-nach-thueringen/id_52612364/index?news">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://nachrichten.t-online.de/buga-2021-kommt-nach-thueringen/id_52612364/index?news">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/nachrichten.t-online.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2019. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://nachrichten.t-online.de/buga-2021-kommt-nach-thueringen/id_52612364/index?news">Suche in Webarchiven</a>)</small>&nbsp;<small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small></i> Meldung bei T-Online.de vom 22. Dezember 2011.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Alice von Plato: <i>Gartenkunst und Blütenzauber</i>. In: <i>Inszenierte Einigkeit</i>. Adelheid von Saldern (Bandhrsg.) Franz Steiner Verlag 2003, ISBN 978-3-515-08301-0, Seite 194</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.today/20130210134047/http://www.bildhauerei-in-berlin.de/_html/_katalog/details-853.html">Bildhauerei in Berlin – Katalog</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 10. Februar 2013 im Webarchiv <i><a href="Archive.today" title="Archive.today">archive.today</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Alice von Plato: <i>Gartenkunst und Blütenzauber</i>. In: <i>Inszenierte Einigkeit</i>. Adelheid von Saldern (Bandhrsg.) Franz Steiner Verlag 2003, ISBN 978-3-515-08301-0, Seite 204</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Rüdiger Paul Kirsten: <i>Konflikte, Courage und Kollektivplan</i>. In: Martin Baumann, <a href="Steffen_Ra%C3%9Floff" title="Steffen Raßloff">Steffen Raßloff</a> (Hrsg.): <i>Blumenstadt Erfurt. Waid – Gartenbau – iga/egapark</i>. Sutton Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-812-6, Seite 358</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.welt.de/regionales/thueringen/article203712726/Erfurter-Irisgarten-wird-fuer-Bundesgartenschau-saniert.html"><i>Erfurter Irisgarten wird für Bundesgartenschau saniert.</i></a> <a href="Die_Welt" title="Die Welt">Die Welt</a>, 21. November 2019.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150707053529/http://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark,Lde/Home/entdecken/Gartenwelt/Themengaerten/MDR+GartenReich"><i>MDR GartenReich.</i> Website des egaparks</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 7. Juli 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>).</span>
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</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">50.9675</span><span class="longitude">11.007777777778</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:50.9675,11.007777777778"><span title="Breitengrad">50°&nbsp;58′&nbsp;3″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">11°&nbsp;0′&nbsp;28″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p>
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<div class="klappleiste-kopf">Parks und Grünflächen in <a href="Erfurt" title="Erfurt">Erfurt</a></div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<p>Benaryplatz&nbsp;|
Botanisch-Dendrologischer Garten&nbsp;|
<a href="Br%C3%BChler_Garten" title="Brühler Garten">Brühler Garten</a>&nbsp;|
<a href="Dreienbrunnenpark" title="Dreienbrunnenpark">Dreienbrunnenpark/Luisenpark</a>&nbsp;|
<a class="mw-selflink selflink">Egapark</a>&nbsp;|
Espachpromenaden&nbsp;|
Grünanlage an der Johannesmauer&nbsp;|
Parkflächen am Talknoten&nbsp;|
<a href="Hauptfriedhof_Erfurt" title="Hauptfriedhof Erfurt">Hauptfriedhof</a>&nbsp;|
Hanseplatz&nbsp;|
<a href="Hirschgarten_(Erfurt)" title="Hirschgarten (Erfurt)">Hirschgarten</a>&nbsp;|
<a href="Leipziger_Platz_(Erfurt)" title="Leipziger Platz (Erfurt)">Leipziger Platz</a>&nbsp;|
<a href="Nordpark_(Erfurt)" title="Nordpark (Erfurt)">Nordpark</a>&nbsp;|
Park am Bundesarbeitsgericht&nbsp;|
Parkanlage am Löberwallgraben&nbsp;|
Parkanlage an der Pförtchenstraße&nbsp;|
Parkanlage Tettaustraße&nbsp;|
<a href="Predigerhof" title="Predigerhof">Predigerhof</a>&nbsp;|
Schmuckanlage am Herrmannsplatz&nbsp;|
<a href="S%C3%BCdpark_(Erfurt)" title="Südpark (Erfurt)">Südpark</a>&nbsp;|
<a href="Stadtpark_(Erfurt)" title="Stadtpark (Erfurt)">Stadtpark</a>&nbsp;|
<a href="Steigerwald_(Erfurt)" title="Steigerwald (Erfurt)">Steigerwald</a>&nbsp;|
<a href="Venedig_(Erfurt)" title="Venedig (Erfurt)">Venedig</a>
</p>
</div></div>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-g" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Geografikum): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4794615-5">4794615-5</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/249420140/">249420140</a></span> </div>
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